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So kommt das Erdgas nach Südsachsen

Erdgas wird auf dem Festland, in den Meeren und im ewigen Eis gefördert. Die meisten Reserven liegen in Russland, im Nahen Osten und im Pazifik.

Auch per Schiff kann Erdgas nach Deutschland gelangen.

Physisch gesehen sucht Erdgas sich seinen Weg über ein ausgedehntes Netz von Rohrleitungen, Speichern, Trocknungs-, Filter-, und Verdichterstationen.

Als Mitte der sechziger Jahre die niederländischen Erdgaslieferungen begannen, waren in Westeuropa nur relativ geringe Entfernungen von etwa 200 Kilometern zu überwinden. 1973 wurde zum ersten Mal Erdgas über eine Strecke von 1.800 Kilometern aus der damaligen UdSSR nach Deutschland geliefert. In den heutigen Leitungssystemen sind auch mehr als 5.000 Kilometer kein Problem.

Internationale Erdgasleitungen haben einen Durchmesser von etwa 1,4 Meter. In diesen Rohren kann man fast gebückt stehen und gehen. Der Energieträger wird mit einem Druck von mehr als 80 bar von den Förderstätten weg transportiert. Das ist ein etwa 30mal so hoher Druck wie in einem Autoreifen. Verdichterstationen sorgen für die richtige Transportgeschwindigkeit. Ein in Sibirien gefördertes Erdgasmolekül benötigt für seinen Weg bis nach Südsachsen etwa sieben Tage.

Aber auch per Schiff kann Erdgas nach Deutschland gelangen. Kühlt man gefördertes Erdgas auf minus 162 Grad Celsius, verflüssigt es sich, reduziert sein Volumen auf etwa ein Sechshundertstel und lässt sich so in Tankern transportieren. Am Bestimmungsort angekommen, wird es wieder erwärmt (Aggregatzustand: gasförmig) und in das Erdgasleitungssystem eingespeist.